TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN
Tierakupunktur ist ein therapeutisches Verfahren aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie betrachtet den Körper nicht isoliert nach einzelnen Symptomen, sondern ganzheitlich als zusammenhängenden Regelkreis, in dem Organe, Nervensystem, Hormone, Stoffwechsel und Psyche miteinander verbunden sind.
Nicht wo tut es weh?, sondern warum ist das Tier aus dem Gleichgewicht geraten?
Tierakupunktur kann unterstützend eingesetzt werden bei:
Beispiel:
Zwei Tiere - bespielweise Hunde oder Katzen - können ähnliche Symptome wie Rückenschmerzen zeigen. Bei einem liegt die Ursache vielleicht in einer energetischen Schwäche, beim anderen in innerer Anspannung oder einem gestörten Organ-Funktionskreis. Obwohl das Symptom gleich ist, kann die Behandlung völlig unterschiedlich aussehen.
Ganzheitlich statt symptomorientiert
In der TCM stehen die Organ-Funktionskreise in Wechselwirkung zueinander. Eine Störung in einem Bereich kann sich an einer ganz anderen Stelle im Körper zeigen. Tierakupunktur arbeitet deshalb ursachenorientiert – nicht nach festen Punkt-Rezepten.
Beispiel:
Ein Pferd zeigt wiederkehrende Muskelverspannungen. Die Ursache kann im energetischen Regelkreis der Leber liegen, die unter anderem für den freien Energiefluss zuständig ist. Wird nur der Muskel behandelt, bleibt die eigentliche Ursache bestehen. Auch bei anderen Tieren können sich solche Zusammenhänge zeigen. Veränderungen der Zunge geben Hinweise auf energetische Ungleichgewichte.
Jede Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Befunderhebung. Daraus entsteht das individuelle Behandlungsbild.
Ein intensives Gespräch über:
Der Puls wird aufgenommen und in seiner Qualität beurteilt. Er gibt Hinweise auf energetische Zustände im Organismus.
Form, Farbe, Belag und Feuchtigkeit der Zunge liefern wichtige Hinweise auf:
Bestimmte Bereiche oder Akupunkturpunkte reagieren sensibel oder zeigen Auffälligkeiten. Diese Rückmeldungen helfen, energetische Blockaden zu erkennen.
Hier greifen Diagnostik, Therapieplanung und Behandlung ineinander, sodass die Auswahl der Akupunkturpunkte gezielt und individuell erfolgt.
Die Auswahl der Punkte erfolgt nicht nach Schema F. Es wird nicht gesagt: „Rückenschmerz = Punkt XY." Erst durch die Kombination aus Anamnese, Puls, Zunge und Tastbefund entsteht das individuelle energetische Gesamtbild. Auf dieser Basis wird entschieden:
Jedes Tier ist einzigartig – und genauso individuell ist die Behandlung.
Je nach Tier, Befund und energetischem Zustand kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Die Auswahl erfolgt individuell und wird auf das jeweilige Tier abgestimmt.
Welche Methode angewendet wird, richtet sich immer nach dem individuellen Behandlungsbild – nicht nach einem festen Schema.